41. Ordentliche Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG

Montag, 19. Juni 2017
Spitalkirche, Schwandorf

Die Bank, die den Kunden versteht

Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG setzt auf modernes Onlineangebot und qualitative Beratung

Die Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG hat im Rahmen ihrer 41. Vertreterversammlung
am 19. Juni 2017 deutlich gemacht, dass sie angesichts der sich nachhaltig
verschlechternden Rahmenbedingungen vor großen Herausforderungen steht.
Insbesondere die Zinspolitik der EZB und die weiter fortschreitende Regulierung der
Banken mit entsprechend hohen Kosten führen zum deutlichen Rückgang der Ertragssituation.

Durch die genannte Zinspolitik liegen die Einlagenzinsen bei nahezu null Prozent, was
die Privatkunden deutlich zu spüren bekommen. Den Banken selber wird für Einlagen
sogar ein Negativzins von 0,4 % verrechnet, welcher bei gewerblichen Kunden mit
hoher Liquidität weitergegeben wird. Die überbordenden Kosten für die rational zum
Teil nicht mehr nachvollziehbare Regulatorik der Banken schränken die Ertragskraft
zusätzlich ein. Es ist daher eine Differenzierung zwischen Größe und Geschäftsmodell
der regional tätigen Institute notwendig.

Eine weitere große Herausforderung ist die Digitalisierung. Sie stellt eine gesellschaftliche
Revolution dar, denn Innovationen in diesem Bereich gehen einher mit
geschäftlichen Veränderungen. Das Filialgeschäft wird immer weiter zurückgedrängt
und sogenannte FinTech-Unternehmen gewinnen an Bedeutung.

Darauf hat die Raiffeisenbank reagiert und sich strategisch neu ausgerichtet. Die
Reduzierung von Geschäftsstellen und die Übertragung der genossenschaftlichen
Idee ins Internet seien hier beispielhaft genannt.

Das Vorstandsmitglied Michael Köstler präsentierte im Anschluss den Vertreterinnen
und Vertretern die konkreten Zahlen zur Bilanz und zur Ertragslage der Bank. Die
konsequente Geschäftsphilosophie, „kein Volumen um jeden Preis“ einzukaufen,
macht sich in den eher verhaltenen Zuwachsraten im Bilanzvolumen bemerkbar. Als
logische Konsequenz zeigen sich auch bei den bilanziellen Kundeneinlagen im
Vergleich unterdurchschnittliche Zuwachsraten. Analog zum Vorjahr weist die Bank
bei den Kundenkrediten rückläufige Zahlen aus. Dieser Trend wurde jedoch im
laufenden Geschäftsjahr gestoppt; die inzwischen feststellbaren Zuwachsraten
bewegen sich aktuell auf dem Niveau des bayernweiten Verbandsdurchschnitts.

Die Eigenkapitalsituation der Bank ist Grundvoraussetzung für solides und
nachhaltiges Wachstum und hat sich analog zu den Vorjahren positiv entwickelt. Diese
Tatsache ist umso wichtiger, weil Rücklagenbildung zunehmend in den Fokus der
aufsichtsrechtlichen Betrachtung rückt.

Die Ertragslage ist gekennzeichnet durch stark rückläufige Zinserträge, was sinkende
Zinsaufwendungen und deutlich verbesserte Provisionseinnahmen nicht
kompensieren konnten. Aktuelle Prognosen zeigen, dass sich diese Entwicklung in
den nächsten Jahren fortsetzen wird. Aus diesem Grund hat die Bank bereits im Jahr
2016 strukturelle Maßnahmen ergriffen, um die Ertragslage zu stabilisieren und die
Kosten zu senken. Neben der Schließung von Filialen wurde auch die Bepreisung der
Konten überarbeitet, so dass im Jahreslauf 2017 eine leichte Verbesserung der Zahlen
vor allem im Vergleich zum bayerischen Durchschnitt zu erwarten ist.

Als Genossenschaftsbank findet die Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG ihre
Basis in ihren 11.348 Mitgliedern, die sich über das gesamte Geschäftsgebiet
verteilen. Dieser starke regionale Bezug wird auch durch die Empfänger der
Steuerzahlung unterstrichen, wo allein 466 T€ an die Kommunen fließen, in denen die
Bank Geschäftsstellen unterhält.

Eine gute Bank hat auch ein soziales Profil und ist sich ihrer Verantwortung für die
Region bewusst. Für die Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG ist es deshalb
selbstverständlich, sich gesellschaftlich zu engagieren. So hat sie im abgelaufenen
Geschäftsjahr rund 80.000 € an Vereine, soziale Institutionen und wohltätige Initiativen
im Geschäftsgebiet gespendet. Zusätzlich wurden im Dezember 2016 zwei VRmobile
an gemeinnützige Vereine im Geschäftsgebiet der Bank verlost.

Auch in 2016 organisierte die Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG vielfältige
Kundenveranstaltungen. Am 12.04.2016 war Herr Prof. Michael Hauer vom Institut für
Vorsorge und Finanzplanung zum Thema „Steuer- und renditeoptimierte
Altersvorsorgestrategien in Zeiten niedriger Zinsen“ zu Gast. Für den Vortragsabend
„Sind Sie schon on“, der am 11.10.2016 im Starmexx-Erlebniskino Burglengenfeld
stattfand, konnte die Bank den selbst ernannten Experten in Sachen Digitalisierung,
Herrn Prof. Klemens Skibicki, als Gastredner gewinnen.

Mit dem Spatenstich am 24.05.2016 erfolgte der Startschuss für den Neubau der
Geschäftsstelle in Neunburg vorm Wald. Die Eröffnung ist mit einem Tag der offenen
Tür im Sommer dieses Jahres geplant.

Weitere Ereignisse im Bankgeschehen 2016 waren die Teilnahme am VR-Fun Day im
Freilandmuseum Neusath am 04.09.2016 sowie der Messeauftritt anlässlich der
Erlebnismesse in Schwandorf am 17. und 18.09.2016 mit Präsentation des „Immerund-
überall-Online-Angebotes“ der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG.

Beratungsqualität und moderne Services als Erfolgsrezept

Überweisungsbelege ausfüllen war gestern, Rechnungen bezahlt man inzwischen
bequem durch einfaches abfotografieren mit dem Smartphone. Schulden beim
Bekannten begleicht man unkompliziert per Nachricht ohne TAN. Oder man lässt sich
automatisch benachrichtigen, sobald am Konto etwas passiert. Dies sind nur einige
Beispiele, die zeigen, wie modern das Bankgeschäft geworden ist. Die Kunden der
Raiffeisenbank fragen solch digitale Zusatzleistungen verstärkt nach, was den
Vorstand in seinem Vorhaben - weiter in den Ausbau des eigenen Online- und
Mobileserviceangebots zu investieren - bestätigt.

Auch offline will die Bank ihr Image als Qualitätsanbieter mit regionaler Präsenz weiter
schärfen. Vorstandsmitglied Thomas Stalla setzt dazu nach wie vor auf das
genossenschaftliche Beratungskonzept seiner Bank. "Im persönlichen und
partnerschaftlichen Gespräch hört Ihnen Ihr Berater genau zu, um zu verstehen, was
für Sie wichtig ist", sprach er die anwesenden Vertreter direkt an. Mit dem neuen
Corporate Design habe sich Bank nicht nur einen saloppen Stempel aufgedrückt,
sondern ein echtes Versprechen an ihre Kunden abgegeben, so Stalla weiter.

Nach der Feststellung des vorgelegten Jahresabschlusses und der Entlastung von
Vorstand und Aufsichtsrat stimmten die Mitgliedervertreter einer Dividendenzahlung in
Höhe von 3,00 % für das abgelaufene Geschäftsjahr zu.

Bei der turnusmäßigen Wiederwahl wurde der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Klaus
Köhler, im Amt bestätigt. Für den aus Altersgründen ausscheidenden stellvertretenden
Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Josef Huber wurde mit Zustimmung der Versammlung
keine Ersatzwahl durchgeführt. Das Gremium besteht damit künftig aus vier
Mitgliedern.

Der Vorsitzende, Herr Köhler, dankte dem Kollegen Huber für seine 16-jährige Tätigkeit
zum Wohle der Mitglieder und Kunden.

Zum Schluss der Vertreterversammlung richtete Herr Köhler Worte des Dankes und
der Anerkennung an Herrn Direktor Zepf, der nach 17-jähriger Tätigkeit für das
Bankhaus zum 30.06.2017 in den wohlverdienten Ruhestand eintreten wird. Der
Aufsichtsratsvorsitzende lobte Zepf als großen Teamplayer. Er würdigte das
Engagement sowie die außerordentlichen Verdienste des scheidenden Direktors zum
Wohle der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG und wünschte ihm im Namen aller
Anwesenden alles Gute im genossenschaftlichen Ruhestand.