Moderne Bank in alter Stadt

Quelle: ostbayern-kurier.de; 07.04.2017

Neunburg vorm Wald. „Die Digitalisierung der Welt erreicht auch die Bankgeschäfte, und darum probieren wir hier in Neunburg etwas Neues aus“, sagt Vorstand Thomas Stalla (Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG) im Gespräch mit dem Ostbayern-Kurier. In der Tat ist alleine schon der Neubau der Raiffeisenbank modern angelegt. Wenn man in diesen Tagen am oberen Kreisverkehr der Stadt entlangfährt, sticht der Neubau am Beginn des historischen Stadtkerns ins Auge. 

Beim Betreten des Baus strömt Helligkeit durch die noch unfertigen Räume. Große Fenster auf allen Etagen, modernste Technik in den Wartungsräumen. 

Architekt Werner Hedrich weist auf die klimafreundliche Energiegewinnung durch das Blockheizkraftwerk hin, dessen Wärme im Sommer via Absorberanlagen auch zur Kühlung der Räumlichkeiten verwendet wird. „Weil immer mehr Alltagsbankgeschäfte heute digital abgewickelt werden, wollen wir den Kunden ein gewisses Ambiente bieten, eine Lounge mit Empfang, Couches und Bildschirmen, so dass die individuelle Beratung weggeht von der typischen Situation am Bankschalter hin zum persönlichen Wohlfühl-Gespräch“, so Stalla. 

Die Bauarbeiten gehen nun zügig voran.  

Verzögert hatte sich der Bau, als nach dem Abriss des alten Kinos im letzten Jahr besondere Gemäuerteile gefunden wurden. 

„Es handelte sich um zwei historische Keller, die wir dann nicht abgerissen haben“, sagte Vorstand Maximilian Zepf. Die Keller sind in Absprache mit dem Amt für Denkmalschutz und den zuständigen Behörden umbaut worden. „In diesem Zuge ein herzliches Danke an alle Behörden und auch an die Stadt Neunburg vorm Wald für den schnellen und unbürokratischen Ablauf“, fasste Zepf die Geschehnisse zusammen. 

Nun sind es also nur noch ein paar Wochen, bis das neue Zentrum der Raiffeisenbank seine Arbeit aufnimmt. Auch viele der Kollegen aus den kürzlich geschlossenen Filialen werden hier weiter zusammen die neuen Aufgaben meistern. Während im Erdgeschoss die Grundversorgung und die Bargeldgeschäfte abgewickelt werden, wird es im oberen Stockwerk ausschließlich um die Beratung gehen, sowohl für die Einlagen- als auch die Kreditseite. Rund zwei Millionen Euro investiert die Raiffeisenbank in den Neubau. Man sei nun sicher innerhalb des Zeit- und im Finanzplans, hieß es. 

Auch der Neunburger Bürgermeister Martin Birner freute sich sichtlich, dass er ein so großes Projekt in seiner Stadt gewinnen konnte. Und auch er betonte die gute und schnelle Zusammenarbeit. „Wenn jemand bei uns in der Altstadt investieren will, dann muss ich das irgendwie möglich machen“, sagte Birner unserer Zeitung. Bis zur Fertigstellung gehen die Geschäfte der Raiffeisenbank in der Neunburger Filiale am Jobplatz weiter; Ende Juni soll dann heuer im 1000-Jahr-Jubiläum der Stadt Neunburg vorm Wald das Dienstleistungs- und Beratungszentrum an den Start gehen.